
Alte, schwarze oder gelbe Silikonfugen rund um Dusche, Badewanne oder Lavabo sehen nicht nur unschön aus – sie machen dir vielleicht auch Sorgen: Kommt da Wasser dahinter? Ist der Schimmel gefährlich? Und wie bekommst du das Zeug weg, ohne deine Plättli zu verkratzen?
Gerade in Schweizer Mietwohnungen und Eigentumswohnungen sind die Bäder oft klein, es wird täglich geduscht, aber nur kurz gelüftet. Die Silikonfugen stehen permanent unter Wasser, Seifenresten und Feuchtigkeit – irgendwann werden sie rissig, schrumpfen oder verfärben sich dunkel.
Die gute Nachricht: Du kannst Silikonfugen selbst entfernen, ohne deine Fliesen, Naturstein oder Duschwanne zu beschädigen – wenn du systematisch vorgehst, das richtige Werkzeug verwendest und dir Zeit nimmst. In diesem Ratgeber zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du bei der Fugensanierung zuhause vorgehst.
Du erfährst, wie du dein Bad vorbereitest, welches Werkzeug du wirklich brauchst, wie der Schnitt genau geführt wird, wie du alte Silikonreste und Schimmel restlos rausbekommst und wie du den Untergrund perfekt für neue Fugen vorbereitest. Am Schluss weisst du genau, in welchen Fällen ein Spezialbetrieb wie DichtFix die bessere Option ist als DIY.

Silikonfugen vom Profi sanieren lassen
Wenn du beim Lesen merkst, dass dir das Ganze doch zu heikel ist, bist du nicht allein. Gerade bei stark verschimmelten oder mehrfach überfugten Silikonfugen kann das Entfernen schnell mühsam werden – vor allem rund um Naturstein oder heikle Duschwannen. DichtFix übernimmt genau diese Arbeiten täglich in Schweizer Bädern und sorgt dafür, dass alte Fugen komplett rauskommen und der Untergrund perfekt vorbereitet wird. So musst du dich weder mit Cuttermessern noch mit Lösemitteln herumschlagen und bekommst am Ende trotzdem saubere, dichte Fugen.
Bad vorbereiten – alles muss trocken sein
Bevor du auch nur eine Klinge ansetzt, muss dein Bad trocken sein. Wirklich trocken. Wenn du kurz davor geduscht hast, hängen noch Wassertröpfchen an den Fugen, in den Ecken und an der Wanne – damit machst du dir das Schneiden unnötig schwer.
Plane deshalb genug Zeit ein: Dusche einige Stunden vorher zum letzten Mal oder weiche an diesem Tag auf ein anderes Bad aus. Wische Spritzwasser und Kondensat mit einem trockenen Tuch weg und kontrolliere, ob die Fugen, Plättli und die Wanne überall trocken sind.
Wichtig ist auch die Zeit nach dem Entfernen: Auf einen feuchten Untergrund gehört kein neues Silikon. Solange die neuen Fugen noch nicht gesetzt und vollständig ausgehärtet sind, solltest du die Dusche nicht benutzen – sonst riskierst du schlechte Haftung und wieder Probleme mit Schimmel.
- Mindestens einige Stunden vor dem Start nicht mehr duschen.
- Fugen, Plättli, Wannenrand und Ecken trockenreiben.
- Bad gut lüften, damit Restfeuchtigkeit verschwindet.
- Mit der Familie absprechen, dass die Dusche bis nach der neuen Fuge gesperrt ist.
Werkzeug und Sicherheit beim Silikonfugen entfernen
Um Silikonfugen sauber zu entfernen, brauchst du ein geeignetes Messer – kein Küchenmesser und kein Schraubenzieher. Am besten arbeitest du mit einem scharfen Cuttermesser, einem Cutter-Messer mit Abbrechklingen oder einem kleinen Skalpell, wie es auch Handwerker verwenden.
Rechne damit, dass du für ein ganzes Bad mehrere Klingen brauchst. Eine stumpfe Klinge schneidet nicht nur schlecht, sie verleitet dich auch dazu, mit mehr Kraft zu drücken – und genau so entstehen Kratzer in Plättli, Naturstein oder auf der Duschwanne. Lieber fünf bis sechs Klingen einplanen und bei Bedarf wechseln, statt mit Gewalt zu schneiden.
Beim Abbrechen der Klingen gilt: Sicherheit zuerst. Brich die Klinge nie in der Luft oder Richtung Gesicht ab, sondern stütze sie auf dem Boden, an einem Stück Karton oder unter der Sohle deiner Arbeitsschuhe ab und brich sie kontrolliert. So verhinderst du, dass Teile unkontrolliert wegfliegen.
Denke auch an deine Hände und Augen. Ein kleiner Ausrutscher reicht, um dir tief in den Finger zu schneiden. Trage robuste Schutzhandschuhe (Gartenhandschuhe oder dickere Gummihandschuhe) und bei Bedarf eine einfache Schutzbrille, falls beim Klingenbrechen Teile abspringen.
Und ganz wichtig: Nimm dir Zeit. Für einen Laufmeter Fuge sind 40–50 Minuten völlig normal, wenn du sorgfältig arbeiten willst. Wer versucht, in zehn Minuten alles wegzuhacken, riskiert Verletzungen und verkratzte Oberflächen.
Schnittführung ohne deine Fliesen zu beschädigen
Jetzt kommt der eigentliche Schnitt. Ziel ist, die gesamte Silikonfuge zu lösen, ohne den Untergrund zu beschädigen. Du arbeitest dabei immer in zwei Schritten: zuerst die eine Seite der Fuge, dann die andere.
- Setze die Klinge zuerst an der Wandseite an und schneide die Fuge senkrecht ein. Führe das Messer flach an der Fliese oder am Plättli entlang, mit wenig Druck und kurzen, kontrollierten Bewegungen.
- Anschliessend schneidest du die andere Seite der Fuge – zum Beispiel entlang des Wannenrands oder des Bodens – horizontal ein. Wieder gilt: Klinge flach führen, nicht in den Untergrund stechen.
- Wenn beide Seiten sauber getrennt sind, kannst du den Silikonstrang vorsichtig mit den Fingern oder einem kleinen Haken fassen und möglichst in einem Stück herausziehen.
Unterschiedliche Oberflächen reagieren unterschiedlich empfindlich. Keramik und normale Plättli sind relativ robust, auch wenn sichtbare Kratzer natürlich trotzdem ärgerlich sind. Naturstein wie Granit oder Marmor ist deutlich heikler: Schon kleine Kratzer bleiben dauerhaft sichtbar und lassen sich kaum kaschieren. Acryl- oder Stahlwannen sind weniger empfindlich als Naturstein, sollten aber ebenfalls nur mit Gefühl bearbeitet werden.
Die wichtigste Regel: Steche nie blind mit der Klinge in die Fuge oder den Untergrund. Führe das Messer immer flach, mit beiden Händen gut kontrolliert, und arbeite lieber in vielen kleinen Zügen als mit einem grossen, riskanten Schnitt.
Altes Silikon restlos entfernen und Schimmel vermeiden
Wenn der Hauptstrang der Fuge draussen ist, sieht es oft schon sauber aus – aber in den Rändern kleben noch viele kleine Silikonreste. Genau diese Reste sorgen später dafür, dass die neue Fuge hubbelig aussieht oder sich schlecht mit dem Untergrund verbindet.
Gehe die gesamte Anschlussfuge darum noch einmal sorgfältig nach. Mit der Klinge, einem schmalen Schaber oder einem alten, aber scharfen Holzspatel kratzt du alle Silikonreste aus der Ecke. Kein sichtbarer Zipfel darf stehen bleiben, weder auf den Plättli noch auf der Wanne.
Besonders wichtig ist das bei alten, verschimmelten Fugen. Schimmel sitzt oft nicht nur an der Oberfläche, sondern zieht sich ein Stück in den Anschluss hinein. Wenn du befallenes Silikon drin lässt und einfach darüber fugst, kann der Schimmel später durch die neue Fuge durchwandern und wieder sichtbar werden.
Die Faustregel lautet: Alles alte Silikon muss raus – bis du nur noch den sauberen Anschluss aus Plättli, Naturstein oder Wannenmaterial siehst. Erst dann hast du eine gute Basis für die neue Fuge.
Reinigen und Primer – damit neue Fugen wirklich halten
Nach dem mechanischen Entfernen sieht die Fuge zwar leer aus, aber in den Ecken liegen noch Staub, Krümel und feine Silikonreste. Nimm deshalb zuerst einen Staubsauger mit schmaler Düse und sauge die komplette Anschlussfuge sorgfältig aus.
Anschliessend reinigst du die Ränder mit Aceton oder Nitroverdünner. Tränke einen sauberen Lappen leicht mit dem Mittel, lüfte das Bad gut und trage Handschuhe, damit deine Haut geschützt bleibt. Wische mehrmals über die Fugenränder, bis du keine Krümel oder Silikonreste mehr fühlst.
Wenn du einen geeigneten Primer zur Hand hast, kannst du die Haftung der neuen Fuge zusätzlich verbessern. In der Praxis hat sich zum Beispiel Primer 16 bewährt. Andere Produkte wie ein Primer mit der Nummer 15 können je nach Untergrund unschöne Flecken verursachen – im Zweifel lässt du sie lieber weg oder fragst einen Profi.
Wichtig ist: Neue Silikonfugen haften nur gut auf sauberen, trockenen und fettfreien Untergründen. Alles, was du jetzt gründlich vorbereitest, zahlst du dir später mit einer langlebigen, dichten Fuge zurück.
Ursachen für schwarze, gelbe und rissige Fugen
Warum werden Silikonfugen überhaupt schwarz, gelb oder rissig? Ein Teil davon ist ganz normal: Nach etwa zehn bis fünfzehn Jahren sind viele Fugen schlicht am Ende ihrer Lebensdauer, werden spröde, schrumpfen und reissen ein. Das Material hat dann seinen Job getan.
Dazu kommen Bewegungen im Baukörper. Gerade bei Neubauten arbeitet der Anschluss zwischen Wand und Boden mehrere Jahre lang. Silikon ist eine Arbeitsfuge – es soll lieber reissen oder sich bewegen, bevor Plättli springen oder Fugenmörtel aufplatzt.
Ein grosser Faktor ist auch die Reinigung. Seifenreste, Duschgel, Shampoo, Körperöl und Kalk bilden zusammen einen idealen Nährboden für Bakterien und Schimmel. Wenn dann noch aggressive Reinigungsmittel dazukommen, wird die Oberfläche des Silikons aufgeraut – Schmutz bleibt besser haften und die Fuge altert schneller.
Fehlende oder schlechte Lüftung verstärkt das Ganze. Wenn nach dem Duschen der Dampf im Bad stehen bleibt und die Fugen ständig feucht sind, haben Schimmelpilze perfekte Bedingungen. Besonders heikel sind Ecken und Nischen, in denen die Luft kaum zirkuliert.
- Regelmässige, milde Reinigung statt nur gelegentlicher Chemiekeule.
- Nach dem Duschen kurz mit klarem Wasser nachspülen.
- Bad gut lüften oder Lüftung ausreichend laufen lassen.
- Fugen ab und zu kontrollieren, bevor es richtig schlimm aussieht.
Wann es Zeit ist, Silikonfugen komplett zu erneuern
Es gibt ein paar klare Signale, bei denen du nicht mehr diskutieren musst – dann ist es Zeit, die Silikonfugen komplett zu erneuern. Dazu gehören schwarze Flecken, die sich auch mit gründlicher Reinigung nicht mehr entfernen lassen, oder sichtbarer Schimmel in der Fuge.
Ebenso ein Alarmzeichen sind Risse, Schrumpfungen oder Stellen, an denen sich die Fuge von der Wand oder der Wanne gelöst hat. Wenn du kleine Löcher, Hohlstellen oder bröselige, stark vergilbte Fugen siehst, bringt Putzen nichts mehr – dann muss die alte Fuge konsequent raus und neu aufgebaut werden, damit kein Wasser hinter die Anschlüsse laufen kann.
Werkzeug-Checkliste für dein Projekt zuhause
Damit du nicht mitten in der Arbeit merkst, dass dir etwas fehlt, lohnt sich eine kleine Werkzeug-Checkliste. Lege dir alles bereit, bevor du die erste Fuge einschneidest – das macht die Fugensanierung zuhause deutlich entspannter.
- Cuttermesser oder Skalpell mit mehreren Ersatzklingen – für scharfe, kontrollierte Schnitte.
- Schutzhandschuhe – damit deine Finger vor Schnitten und Chemikalien geschützt sind.
- Optional eine einfache Schutzbrille – falls beim Klingenbrechen Teile abspringen.
- Staubsauger mit schmaler Düse – um Fugenraum und Ränder sauber auszusaugen.
- Saubere Lappen – für die Reinigung mit Lösemittel und zum Nachwischen.
- Aceton oder Nitroverdünner – um Fugenränder fettfrei und sauber zu bekommen.
- Optional Primer, zum Beispiel Primer 16 – für besonders anspruchsvolle Untergründe.
Pflege und Prävention – so bleiben neue Fugen länger schön
Wenn die neuen Fugen einmal drin sind, möchtest du sie natürlich möglichst lange schön und dicht behalten. Mit ein paar einfachen Gewohnheiten kannst du die Lebensdauer deiner Silikonfugen deutlich verlängern.
- Reinige Dusche und Badewanne regelmässig, zum Beispiel einmal pro Woche, aber mit milden Reinigern statt extrem aggressiven Mitteln.
- Spüle nach dem Duschen Seifen- und Shampoo-Reste kurz mit klarem Wasser ab, damit sie sich gar nicht erst in den Fugen ablagern.
- Lüfte das Bad nach jedem Duschen – Fenster öffnen oder Lüftung ausreichend laufen lassen, bis der Dampf weg ist.
- Wirf alle paar Wochen einen kritischen Blick auf die Fugen, damit du kleine Veränderungen früh bemerkst und rechtzeitig reagieren kannst.
DIY oder Profi? Wann DichtFix die bessere Wahl ist
Grundsätzlich kannst du Silikonfugen selbst entfernen, wenn du geduldig bist, ein ruhiges Händchen hast und mit einem Cuttermesser umgehen kannst. Bei wenigen Laufmetern rund um eine Standarddusche oder Badewanne in Keramik ist DIY oft machbar – vor allem, wenn du dir Zeit lässt und Schritt für Schritt vorgehst.
Heikel wird es, wenn viele Laufmeter betroffen sind, Naturstein im Spiel ist, schon mehrfach überfugt wurde oder starker Schimmelbefall vorhanden ist. Auch wenn du dich mit Messern unsicher fühlst oder weisst, dass du lieber einmal sauber bezahlen willst, statt zweimal zu reparieren, ist ein Profi die deutlich entspanntere Lösung.
DichtFix ist genau auf solche Situationen spezialisiert. Wir entfernen alte, verschimmelte Fugen komplett, reinigen und grundieren die Anschlüsse fachgerecht, arbeiten mit hochwertigen, emissionsarmen Silikonen und geben dir 2 Jahre Garantie auf die neuen Fugen. So ist dein Bad wieder dicht – ohne Grossbaustelle und ohne Stress.

Bad wieder dicht – ohne Staub und Grossbaustelle
Wenn DichtFix deine Silikonfugen saniert, sprechen wir nicht von einer Grossbaustelle, sondern von ein paar konzentrierten Stunden Arbeit. Wir schneiden und entfernen das alte Silikon sauber, reinigen und grundieren die Anschlüsse und ziehen neue Fugen, die optisch und technisch passen. Du bekommst hochwertige, emissionsarme Silikone und 2 Jahre Garantie auf die ausgeführten Fugen – und kannst dein Bad in der Regel nach der Aushärtung gemäss Herstellerangaben wieder normal nutzen.
Häufig gestellte Fragen
Alles, was du über Silikonfugen-Erneuerung wissen musst.
Ja, mit dem richtigen Werkzeug, scharfen Klingen und viel Geduld kannst du Silikonfugen selber entfernen, ohne deine Fliesen zu beschädigen – solange du die Klinge flach führst und in kleinen Schritten arbeitest.
Du brauchst ein scharfes Cuttermesser oder Skalpell mit mehreren Ersatzklingen, dazu Schutzhandschuhe, idealerweise eine Schutzbrille, einen Staubsauger, saubere Lappen und Aceton oder Nitroverdünner für die gründliche Reinigung.
Wenn du sorgfältig arbeitest, kannst du für einen Laufmeter Silikonfuge gut 40–50 Minuten einplanen – schnelle Hauruck-Aktionen führen meist zu verkratzten Oberflächen oder sogar Verletzungen.
Ja, dein Bad sollte vor dem Schneiden der Fugen vollständig trocken sein, damit du sauber arbeiten kannst und der Untergrund später bereit ist für neue Fugen, die wirklich gut haften.
Spätestens wenn du schwarze Flecken, sichtbaren Schimmel, Risse, Schrumpfungen, Löcher oder stark vergilbte, poröse Fugen siehst, ist es Zeit, das alte Silikon konsequent zu entfernen und die Fugen neu aufzubauen.
Ein Profi wie DichtFix lohnt sich bei stark verschimmelten Fugen, vielen Laufmetern, empfindlichem Naturstein, bereits mehrfach überfugten Anschlüssen oder wenn du dich mit Messern unsicher fühlst und eine saubere Lösung mit Garantie willst.
Zur Vorbereitung der neuen Fugen reicht es, die Ränder nach dem Aussaugen mit wenig Aceton oder Nitroverdünner und einem sauberen Lappen zu reinigen und das Bad gut zu lüften, statt aggressive Chlorreiniger zu verwenden.
